25. November 2020

News Konzept Stromversorgung für Unterfranken

Mitteilung

Junge Liberale trafen sich mit der stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der FDP Unterfranken, um unter sachverständiger Diskussion die Umrisse einer wirtschaftlichen Stromversorgung in Unterfranken zu diskutieren.

  1. Unterfranken ist durch das ehemalige Kernkraftwerk Grafenrheinfeld ein Stromknotenpunkt für Süddeutschland. Diesen muss man auch nutzen.
  2. Zur Wiederauferstehung der Kernkraft fehlen Deutschland dazu heute sämtliche Voraussetzungen.
  3. Deutschland hat das Potential, was es in der Atomkraftverstromung hatte, vergeben. Alle Forscher der Atomphysik, einer zukünftigen Kerntechnologie, alle Kern-Ingenieure haben Deutschland verlassen.
  4. Die FDP fordert neue Kernkraftforschung. Diese  muss heute mit neuer Forschung beginnen.
  5. Zur Endlagerung der Brennstäbe kann es nicht laufen wie in Grafenrheinfeld (Zwischenlager): -Die oberirdischen Zwischenlager sind ein einladendes Angriffsziel für Terror aller Art, noch dazu in allen Karten mit Geoposition versehen. Alle Lagerstätten gehören unterirdisch angelegt und dort bewacht.
  6. Es ist scheinheilig, sich als Industrienation sich auf die Lieferungen von Atomstrom aus dem Ausland zu verlassen und dafür Dunkelflauten zu akzeptieren.
  7. Unsere Nachbarn, die uns Atomstrom liefern, sehen kritisch, dass wir in Deutschland  in der Co2-Bilanz nicht vorwärts kommen.
  8. Die Erneuerbaren Energien haben einen Technologiesprung und Installationssprung hingelegt, dank der EEG-Umlage.  46 Prozent EEG-Strom versorgen Deutschland mit Ökostrom im Schnitt. In Schwachzeiten sind es 10 Prozent, in Spitzenzeiten können es kurzfristig 90 Prozent sein.
  9. Die Leistungen der Erneuerbaren Energien sind unzuverlässig. Deshalb braucht es einen kurzfristig lieferbaren Ersatz. Das können im Regelfall aus wirtschaftlicher Sicht heute nur Gaskraftwerke sein.
  10. Grundsätzlich fehlen jedem neu installierten Windrad oder PV-Anlage die verpflichtende Speicherung.
  11. Pumpspeicherkraftwerke gibt es mehr als allgemein bekannt sind. Das wäre die billigste Energiespeicherung.
  12. Deutschland hat das größte Gasnetz Europas. Wir sollten für die Installation von neuen Gaskraftwerken auf die Vergasung von Wasserstoff oder Methan setzen. Beide Technologien sind teuer. Wenn der Strom aus Erneuerbaren Energien nicht verkauft werden kann, weil überschüssig- und vom Erzeuger bezahlt  werden muss, schlägt die Stunde von power to gas-Anlagen. Leider haben wir bisher nur unzureichende Versuchsansätze der power-to-gas-Forschung.
  13. Wir fordern, statt EEG endlich die Speicherforschung voranzutreiben.
  14. Die EEG-Förderung hat zu vielen Fehlanreizen geführt. Noch nicht einmal die Offhore Windräder können ihre Stromproduktion heute 100 prozentig beim Kunden liefern, weil keine Speicher zur Verfügung stehen. So ist heute Grünstrom noch immer Mischstrom.
  15. Die HGÜ-Leitungen sind weder politisch beschlossen noch betriebsfertig beplant. Wir fordern, die neuen Ansätze für Hybridstrom zu verfolgen und den Wechsel von HGÜ- auf Wechselstrom  zu favorisieren.  Grundsätzlich muss Landschafts schonend gebaut werden, um die Akzeptanz der Leitungen zu erhöhen.
  16. Eine Sparvariante der Energieversorgung ist der Eigenstrom der Bürger und Hauseigentümer. Jeder Wettbewerb ist gut für die Versorgung. Wir fordern die Stadtwerke auf, die Hausbesitzer bei den möglichen Modellen der Eigenstromversorgung zu unterstützen und entsprechende Modelle zu entwickeln.
  17. Das e-Auto hat in seiner heutigen Anzahl noch nicht die Kraft,  als Teil eines Batteriespeichers  23-h täglich zur Verfügung zu stehen. Es gibt  Ansätze alte Autobatterien  als Speicherkraftwerke zusammenzuschließen. Wir fordern entsprechende Demovorhaben zu finanzieren. In der Speicherung der Erneuerbaren Energien liegt die Zukunft.

Die Zukunft für Deutschlands Energieversorgung liegt in der Forschung.für

  • Speicherforschung
  • Batterieforschung
  • Recyclung und Upcycling von Batterien und Leitungen
  • Fusionsforschung

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