30. Mai 2017

FDP Unterfranken spricht sich gegen den Einsatz von Sicherheitslücken in Software als Cyberwaffen aus

Pressemitteilung

Würzburg: Der Vorstand der FDP Unterfranken spricht sich dafür aus, dass Nachrichtendienste ihnen bekannte Sicherheitslücken in systemkritischer Software zukünftig unverzüglich an das Bundesamt zur Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden müssen.

Nachrichtendienste suchen gezielt nach Sicherheitslücken in Software, um diese zur eigenen Informationsgewinnung zu nutzen. Der Erpresser Virus "WannaCry" nutzte vor zwei Wochen eine Sicherheitslücke, die der NSA bekannt war. Nach einem Hack auf die NSA wurde diese Sicherheitslücke von Hackern veröffentlicht. Es ist dem Zufall geschuldet, dass diese der NSA bekannte Sicherheitslücke nicht schon vorher von Kriminellen entdeckt wurde.

Der netzpolitische Fachmann im Bezirksvorstand Uwe Probst erklärt dazu:

"Nachrichtendienste haben die Aufgabe Staat und Bürger zu schützen. Durch die Geheimhaltung von Sicherheitslücken werden die Dienste selbst zum Sicherheitsrisiko. Cyberwaffen ebenso große und tödliche Schäden anrichten wie Raketen, aber man kann sie nicht so sicher einschließen. Für einen Diebstahl reicht ein Computerhack oder eine E-Mail eines unzufriedenen Mitarbeiters."


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